JOHANNES PAUL II.
Prägende Worte seiner Amtszeit.
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Beneditk XVI. folgt
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DIE JUGEND
"Christen
flüchten sich nicht
in eine andere Dimension,
in der sie die dramatischen Geschehen ihrer Zeit
nicht beachten
und Augen und Ohren und Herz vor den Ängsten des Lebens verschließen."
Worte des Papstes an die Jugend
Trocknet Tränen, steht den anderen bei
Besonders euch Jugendliche rufe ich auf, der zukunftsweisenden Zeitenwende des Jahres 2000 Beachtung zu schenken und daran zu denken, daß ,,die Zukunft der Welt und der Kirche den jungen Generationen gehört, die, noch in diesem Jahrhundert geboren, erst im nächsten, dem ersten Jahrhundert des neuen Jahrtausends, reife Menschen sein werden... Wenn sie dem Weg zu folgen vermögen, den Er angibt, werden sie zu ihrer Freude ihren Beitrag zu seiner Gegenwart im nächsten und in den darauffolgenden Jahrhunderten, bis zum Ende der Zeiten, leisten können".
Auf dem Weg zum nahenden Großen Jubiläum begleite euch die Konzilskonstitution Gaudium et Spes, die ich euch allen... nahelegen möchte: Es ist ein wertvolles und immer aktuelles Dokument. Lest es aufmerksam! Ihr werdet Klarheit finden über eure Berufung als Männer und Frauen, die ihr in dieser wunderbaren und zugleich dramatischen Zeit berufen seid, zu leben und ein Netz der Brüderlichkeit zu knüpfen und Frieden zu bauen...
,,Herr, zu wem sollen wir gehen?" Ziel und Endpunkt unseres Lebens ist Christus. Er, der uns erwartet - jeden einzelnen und alle gemeinsam, um uns über die Grenzen der Zeit zur ewigen Begegnung mit Gott zu führen, der uns liebt. Wenn die Ewigkeit für uns als nach Wahrheit hungernde und nach Glück dürstende Menschen unser Horizont ist, dann ist die Geschichte die Bühne unseres täglichen Einsatzes.
Der Glaube lehrt uns, daß die Bestimmung des Menschen im Herzen und im Denken Gottes eingeschrieben ist, der die Geschehnisse der Geschichte lenkt. Er lehrt uns auch, daß der Vater uns den Auftrag gibt, schon hier unten zu beginnen, das ,,Himmelreich" aufzubauen, das der Sohn durch Sein Kommen angekündigt hat und das Seine endgültige Vollendung am Ende der Zeiten finden wird.
Es ist deshalb unsere Pflicht, mit unseren Zeitgenossen in der Geschichte Seite an Seite zu leben und ihre Ängste und Hoffnungen mit ihnen zu teilen, weil der Christ ganz Mensch seiner Zeit ist und sein muß. Er flüchtet sich nicht in eine andere Dimension, in der er die dramatischen Geschehen seiner Zeit nicht beachtet und Augen und Herz vor den Ängsten des Lebens verschließt. Im Gegenteil, er ist einer, der zwar nicht ,,von" dieser Welt, aber Tag für Tag ,,in" dieser Welt zugegen ist, bereit, dem Bruder beizustehen, eine Träne zu trocknen und eine Bitte um Hilfe zu erfüllen. Danach werden wir gerichtet werden.
Auszug aus der Botschaft des Papstes zum XI. Weltjugendtag, der in den Diözesen begangen wird.