Das Sonntagsevangelium

Gute Früchte ermöglichen
EVANGELIUM Lk 13,1–9 für den 7. März 2010

Umkommen oder umkehren

Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, sodass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.

Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.

Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?

Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

 
Lesung

1. LESUNG Ex 3,1–8a.13–15

Wegschauen oder hinschauen

In jenen Tagen weidete Mose die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?

Als der Herr sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.

Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen, und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen?

Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der „Ich-bin-da“. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der „Ich-bin-da“ hat mich zu euch gesandt.

Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen in allen Generationen.

2. LESUNG 1 Kor 10,1–6.10–12

Vertrauen oder Verderben Ihr sollt wissen, Brüder und Schwestern, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer.

Alle aßen auch die gleiche gottgeschenkte Speise, und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem Leben spendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus.

Gott aber hatte an den meisten von ihnen kein Gefallen; denn er ließ sie in der Wüste umkommen. Das aber geschah als warnendes Beispiel für uns: damit wir uns nicht von der Gier nach dem Bösen beherrschen lassen, wie jene sich von der Gier beherrschen ließen.

Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten; sie wurden vom Verderber umgebracht.

Das aber geschah an ihnen, damit es uns als Beispiel dient; uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben, uns, die das Ende der Zeiten erreicht hat. Wer also zu stehen meint, der gebe Acht, dass er nicht fällt.

 
Kommentar

Warum geschieht so viel Unheil?

Warum geschieht so viel Unheil?

Die Frage nach dem Woher und Wozu des Leids beschäftigt die Menschen seit jeher. Aktuelle Ereignisse wie die schweren Erdbeben in Haiti und Chile stellen sie mit immer wieder neuer Dringlichkeit. Gern meldet sich dabei die Versuchung, Schuldige zu benennen und dingfest zu machen. Doch das dient eher dazu, von sich selbst jede Verantwortung abzuputzen, und hilft niemandem weiter.

Jesus verwehrt sich dagegen, als man ihm von einem Massaker im Tempel erzählt. Er räumt mit den Schuldzuweisungen auf und gibt unmissverständlich zur Antwort: Euch alle wird dieses Unheil treffen, wenn ihr so weitermacht! Leid ist keine Strafe Gottes, es wird in vielen Fällen von Menschen verursacht.

So wie der Turm von Schiloach müssen wohl auch menschliche Allmachtsfantasien einstürzen, die uns einreden wollen, dass alles machbar und kontrollierbar sei. Der Bankenskandal hat uns deutlich vor Augen gestellt, wohin die Gier führt. Paulus warnt daher eindringlich davor, sich von der Gier beherrschen zu lassen.

Befreiung aus diesem Teufelskreis bringt die Einsicht, dass das Immer-Mehr-Haben- und Immer-Höher-Hinaus-Wollen kein Maß kennt und niemanden glücklich macht, sowie die Umkehr zur Demut der kleinen Schritte, zum mühsamen Aufgraben des verhärteten Bodens. Am brennenden Dornbusch zeigt sich, dass Gott initiativ wird, um dem Menschen zu größerer Freiheit zu verhelfen, um ihn herauszulösen aus Strukturen der Unterdrückung. Er gibt sich zu erkennen als Gott, der im Elend da ist, der Partei ergreift für die Leidenden. Kommentar zum Sonntag aus Grazer Sonntagsblatt

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Aktuelle Botschaft
der Muttergottes
vom 25. Februar 2010

'Liebe Kinder,

In dieser Zeit der Gnade, wenn sich auch die Natur vorbereitet, die schönsten Farben im Jahr zu geben, rufe ich euch auf, meine lieben Kinder, Gott dem Schöpfer eure Herzen zu öffnen, dass Er euch nach Seinem Bild verwandelt und formt, damit all das Gute, das in euren Herzen eingeschlafen ist, zu neuem Leben und zur Sehnsucht nach der Ewigkeit erweckt wird. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Betrachtung zur Botschaft

 

Das Wahre Leben in Gott - Vassula Ryden
 



Das Wahre Leben in Gott

Diese Botschaften sind ein Appell an unser tiefstes Wesen und für uns eine Einladung, uns an sein Wort und an sein Dasein zu erinnern. Gott sagt: "Sag ihnen, daß diese Botschaft nicht gegeben ist, um Neugier zu erwecken, sondern daß sie die dringende Notwendigkeit ihrer Bekehrung, die schwere Situation ihrer Seele, die Wichtigkeit sich zu bessern und heilig zu leben, begreifen."
Vassula Ryden

Hintergründe und Botschaften

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[Zeugnis von Pizzioli Mirella, pdf 2,7 mb]

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