text.skipToContent text.skipToNavigation

B wie Bar

19. Dezember 2019

Welchem Druck hält meine Uhr Stand? Und was bedeutet Wasserdichte bei Uhren? Die Antworten auf diese Fragen, weitere Informationen rund um die Angabe Bar und worauf Sie bei der Auswahl Ihrer Uhr achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zu allererst: Was ist mit „wasserdicht“ bei Uhren gemeint?

Mit Wasserdichte bezeichnet man die Widerstandsfähigkeit der Uhr gegen das Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit, die das Uhrwerk, die Elektronik oder Mechanik durch Korrosion, Kurzschlüsse etc. zerstören und die Uhr als Zeitmesser unbrauchbar machen. Uhrenhersteller dichten daher das Uhrengehäuse entsprechend mit speziellen Dichtungen ab, um das Innenleben zu schützen.

Wie wird die Wasserdichte gemessen?

Um den Grad der Abdichtung allgemeinverbindlich messen und angeben zu können, gibt es internationale Normen (ISO 22810), die die verschiedenen Grade der Wasserdichte und das Prüfverfahren zur Ermittlung der Wasserdichte festlegen. Jede Uhr, die eine Bar-Angabe trägt, wurde anhand dieser Normen klassifiziert und einer der folgenden Gruppen zugeordnet:

3 Bar

Die Uhr hält einen Druck von 3 Bar aus. Dies entspricht einer hypothetischen Wassersäule von 30 Metern Höhe, die auf einem Quadratzentimeter lastet. Die Uhr gilt damit als spritzwassergeschützt.

5 Bar

Die Uhr hält einen Druck von 5 Bar aus. Dies entspricht einer hypothetischen Wassersäule von 50 Metern Höhe, die auf einem Quadratzentimeter lastet. Die Uhr kann beim Baden, Duschen, Händewaschen anbehalten werden.

10 Bar

Die Uhr hält einen Druck von 10 Bar aus. Dies entspricht einer hypothetischen Wassersäule von 100 Metern Höhe, die auf einem Quadratzentimeter lastet. Die Uhr kann beim Schwimmen und Schnorcheln getragen werden.

20 Bar

Die Uhr hält einen Druck von 20 Bar aus. Dies entspricht einer hypothetischen Wassersäule von 200 Metern Höhe, die auf einem Quadratzentimeter lastet. Die Uhr kann beim Tauchen in mitteltiefem Wasser anbehalten werden.

30 Bar / 50 Bar / 100 Bar

Die Uhr hält einen Druck von 30 Bar und mehr aus. Dies entspricht einer hypothetischen Wassersäule von 30 / 50 / 100 Metern Höhe, die auf einem Quadratzentimeter lastet. Die Uhr kann beim Sporttauchen bzw. Tauchen in tiefem Wasser anbehalten werden. Oft handelt es sich sogar um Uhren, die explizit als Taucheruhren ausgewiesen sind.

Dabei dient die Angabe der Wassersäulenhöhe nur als Behelf, um in etwa die Dimension der Belastbarkeit der Uhr begreiflich zu machen. Bewegungen der Uhr bzw. ihres Trägers unter Wasser, wie sie etwa beim Schwimmen oder Tauchen geschehen, werden dabei nicht berücksichtigt, obwohl sie zu einer deutlichen Druckerhöhung führen können. 

Fachliche Überprüfung

Der Schaden durch eindringendes Wasser ist enorm und steht in keinem Verhältnis zu einer Überprüfung. Zudem handelt es sich bei der Wasserdichte nicht um eine über die Zeit hinweg konstante Größe. Die zur Herstellung verwendeten Dichtringe unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Deshalb ist es empfehlenswert, von Zeit zu Zeit die Wasserdichte prüfen zu lassen und gegebenenfalls in einer Servicewerkstatt eine Wiederherstellung vorzunehmen. Wir stehen Ihnen mit zertifizierten Meisterwerkstätten gerne zur Verfügung.

Unser Tipp: Wollen Sie Ihre Uhr tatsächlich für den Wassersport nutzen, ist auf jeden Fall zu einer Uhr mit einer entsprechend hohen Bar-Zahl zu raten, mindestens 20 Bar. Lassen Sie sich hierzu in unserer Kategorie Taucheruhren inspirieren. Auch wenn Sie nicht darauf verzichten wollen, Ihre Uhr beim Duschen abzunehmen, ist zu einer Uhr mit einer entsprechend hohen Bar-Zahl zu raten. Wenn Sie nicht vorhaben, Ihre Uhr beim nächsten Tauchgang anzubehalten, Sie Ihre Armbanduhr erst nach der morgendlichen Dusche ums Handgelenk anlegen oder sie gar nur als schickes Accessoire tragen, kann das Kriterium Bar-Zahl beim Uhrenkauf in den Hintergrund treten. Dann werden andere Aspekte wie Design, Material etc. von größerer Bedeutung.